Das Wichtigste in Kürze
- Eine Rezension ist eine begründete Bewertung - keine reine Inhaltsangabe.
- Aufbau: Einleitung, kurze Inhaltsangabe, Analyse und Bewertung, Fazit mit Empfehlung.
- Die Inhaltsangabe steht im Präsens und verrät das Ende nicht.
- Jedes Urteil braucht ein Argument - am besten mit einem Beispiel oder kurzen Zitat aus dem Buch.
- Für Schule und Studium: sachlich bleiben, „ich“ sparsam und gezielt einsetzen.
Aufbau einer Rezension
Vier Teile einer Rezension
Schritt 1: Einleitung
Titel, Autorin oder Autor, Genre, Erscheinungsjahr - und ein Satz, der neugierig macht.
Schritt 2: Inhalt
Worum geht es? Kurz, im Präsens, ohne das Ende zu verraten.
Schritt 3: Analyse und Bewertung
Sprache, Figuren, Spannung, Aufbau - was gelingt, was nicht? Mit Begründung.
Schritt 4: Fazit
Ihr Gesamturteil und für wen sich das Buch eignet.
Wonach Sie ein Buch bewerten können
| Kriterium | Leitfragen |
|---|---|
| Handlung | Ist sie spannend, logisch, überraschend? Gibt es Längen? |
| Figuren | Sind sie glaubwürdig, entwickeln sie sich? Kann man mitfühlen? |
| Sprache und Stil | Passt die Sprache zum Inhalt? Ist sie bildhaft, nüchtern, holprig? |
| Aufbau | Wird chronologisch erzählt, mit Rückblenden, aus mehreren Perspektiven? |
| Wirkung | Was bleibt nach dem Lesen? Hat das Buch zum Nachdenken gebracht? |
| Zielgruppe | Für wen ist es geeignet - Alter, Vorwissen, Interessen? |
Formulierungshilfen
Einleitung
- „In ihrem Roman … erzählt … von …“
- „Der Jugendroman … erschien … und handelt von …“
Lob
- „Besonders gelungen ist …, weil …“
- „Die Figuren wirken lebendig, etwa wenn …“
Kritik
- „Im Mittelteil verliert die Handlung an Tempo …“
- „Weniger überzeugend ist …, da …“
Fazit
- „Insgesamt ein lesenswertes Buch für alle, die …“
- „Wer … mag, wird hier nicht enttäuscht.“
Checkliste: häufige Fehler vermeiden
Tipp: Rezensionsexemplare braucht es nicht: Aktuelle Romane und Sachbücher leihen Sie in der Bücherei aus - viele Büchereien sammeln außerdem Leseempfehlungen ihrer Leserinnen und Leser oder veranstalten Lesekreise.
Wer ein Buch über längere Zeit begleitet, kann mit einem Lesetagebuch vorarbeiten. Anregungen für die Auswahl liefern Bestsellerlisten und Buchentdeckungen.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Rezension und Inhaltsangabe?
Die Inhaltsangabe gibt den Inhalt neutral wieder. Die Rezension enthält zwar eine kurze Inhaltsangabe, ihr Kern ist aber die begründete Bewertung des Buches.
- Wie lang sollte eine Rezension sein?
In der Schule gibt meist die Lehrkraft den Umfang vor, oft eine bis zwei Seiten. Rezensionen in Zeitungen und Blogs haben häufig 300 bis 800 Wörter.
- Darf man in einer Rezension „ich“ schreiben?
In Blogs und persönlichen Empfehlungen ja. In Schule und Studium wird oft ein sachlicher Ton erwartet; „ich“ ist dort an einzelnen Stellen erlaubt, etwa im Fazit - im Zweifel nach den Vorgaben fragen.
- In welcher Zeitform schreibt man eine Rezension?
Im Präsens - sowohl die Inhaltsangabe als auch die Bewertung.
Redaktionell geprüft von der Bibliothek.info-Redaktion · Stand: 09.10.2026
































