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Medien

Datenbanken im Bibliothekswesen

In Anbetracht der Tatsache, dass Bibliotheken oftmals einen angestaubten und traditionellen Eindruck vermitteln, wird häufig die Bedeutung moderner Technik für das Bibliothekswesen verkannt. Wer diesen Fehler nicht begehen und die Möglichkeiten der Bücherei vollends nutzen möchte, sollte sich vor allem mit den Datenbanken im Bibliothekswesen befassen. Dabei zeigt sich schnell, dass diese zentrale Säulen der Büchereien darstellen und für diese absolut unverzichtbar sind.

Geprüft am 09.10.2026 · 3 Min. Lesezeit · 3 Quellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Online-Katalog (OPAC) zeigt den Bestand einer Bibliothek - meist frei zugänglich, ohne Anmeldung.
  • Mit dem Bibliotheksausweis erreichen Sie lizenzierte Datenbanken: Lexika, Zeitungsarchive, Fachdatenbanken - oft auch von zu Hause.
  • KVK durchsucht viele Kataloge auf einmal, DBIS zeigt, welche Datenbanken es gibt, die EZB listet E-Zeitschriften.
  • Eine Ampel in DBIS und EZB zeigt: frei, über Ihre Bibliothek lizenziert oder nicht zugänglich.
  • Viele Hochschul- und Stadtbibliotheken bieten Schulungen zur Recherche an.

Nutzer/innen, die mit den Datenbanken umgehen können, sind zudem im Vorteil und können das Potenzial optimal ausschöpfen. Im Folgenden erfahren sie viel Wissenswertes zu dem Thema und können sich einen ersten Eindruck verschaffen.

Was macht eine Literaturdatenbank aus?

In Zusammenhang mit Datenbanken im Bibliothekswesen ist immer wieder von Literaturdatenbanken die Rede. Dabei handelt es sich um Fachdatenbanken mit bibliographischen Angaben. Zum Teil enthalten sie noch weitere Informationen. Grundsätzlich muss im Bereich der Literaturdatenbanken die folgende Differenzierung vorgenommen werden:

  • Bibliothekskataloge
    Ein Bibliothekskatalog verzeichnet den gesamten Bestand einer einzelnen Bücherei, eines Bibliotheksverbundes oder auch einer Nationalbibliothek.
  • Bibliographische Datenbanken
    Eine bibliographische Datenbank fungiert als Themenverzeichnis und führt Publikationen zu einem bestimmten Thema oder Fachbereich auf.

Im Zuge des digitalen Wandels haben die Datenbanken im Bibliothekswesen Zuwachs bekommen. Einerseits sind hier Online-Literaturdatenbanken zu nennen, andererseits dürfen die Literatursuchmaschinen nicht unerwähnt bleiben.

Die wichtigsten Rechercheinstrumente
WerkzeugWofürZugang
OPAC (Online-Katalog)Was hat meine Bibliothek? Vormerken, verlängernfrei, Konto mit Ausweis
KVK (Karlsruher Virtueller Katalog)Ein Titel in vielen Bibliothekskatalogen gleichzeitig suchenfrei
DBIS (Datenbank-Infosystem)Welche Fachdatenbanken gibt es für mein Thema?frei; Datenbanken teils lizenziert
EZB (Elektronische Zeitschriftenbibliothek)Welche E-Zeitschriften kann ich lesen?frei; Volltexte teils lizenziert
FachdatenbankenAufsätze, Statistiken, Gesetze, Pressemeist über die Bibliothek

Wo kann man die Datenbanken der Bibliotheken nutzen?

Die Datenbanken sind das Herzstück moderner Büchereien und bestehen aus dem Katalog des gesamten Bestandes. In vielen Bibliotheken stehen Computer zur Verfügung, über die man auf die Datenbanken zugreifen und verschiedene Funktionen nutzen kann.

Ansonsten existieren Online-Angebote, sodass die Datenbank auch vom heimischen PC aus erreichbar ist. Man muss also nicht zwingend vor Ort sein, sondern kann die Datenbankrecherche im Vorfeld des anstehenden Bibliotheksbesuchs durchführen.

Wer kann auf die Online-Datenbanken der Bibliotheken zugreifen?

Grundsätzlich stehen die Leistungen der Bibliotheken vor allem den angemeldeten Nutzern zur Verfügung. Wer im Besitz eines Büchereiausweises ist, kann beispielsweise Bücher ausleihen. Die Online-Datenbanken der Bibliotheken stehen aber nicht exklusiv für Nutzer/innen zur Verfügung, sondern sind über das Internet frei zugänglich.

Zumindest die grundlegenden Funktionen können ohne Anmeldung genutzt werden, wodurch die Anwender/innen einen ersten Eindruck vom Bestand der jeweiligen Bücherei gewinnen können.

Nach dem Login steht mitunter eine weiterte Funktionalität zur Verfügung, die beispielsweise Reservierungen oder Fernleihe-Bestellungen umfassen kann.

Recherche in fünf Schritten

Schritt 1: Suchbegriffe sammeln

Kernbegriffe, Synonyme, englische Fachwörter notieren.

Schritt 2: Im OPAC beginnen

Was hat Ihre Bibliothek? Erste Treffer liefern weitere Schlagwörter.

Schritt 3: Breiter suchen

Im KVK nach Titeln aus anderen Bibliotheken suchen, per Fernleihe bestellen.

Schritt 4: Fachdatenbanken

Über DBIS die passende Datenbank für Ihr Fach finden - für Aufsätze und Studien.

Schritt 5: Ordnen

Quellen mit einem Literaturverwaltungsprogramm sammeln.

Wie Sie Ihre Funde ordnen und richtig zitieren, steht in den Ratgebern Literaturverwaltung und Richtig zitieren.

Tipps aus der Redaktion

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Die typischen Bibliothekskataloge sind Datenbanken über den Bestand und zeigen, wie wichtig Datenbanken für Büchereien sind. Interessierte sollten sich dessen bewusst sein und um den richtigen Umgang mit Datenbanken wissen.

Der folgende Tipp aus unserer Redaktion soll dabei behilflich sein und zu einem effizienten wissenschaftlichen Arbeiten beziehungsweise einer erfolgreichen Literaturrecherche führen.

Nehmen Sie an Kursen zur Literaturrecherche teil!

Die Arbeit mit bibliothekarischen Datenbanken kann zwar überaus hilfreich sein, erfordert aber auch ein gewisses Know-How. Um dieses zu erlangen, bietet es sich an, an einem Kurs zur Literaturrecherche teilzunehmen. Hochschulen, Universitätsbibliotheken und Fernschulen kommen hier beispielsweise als Anbieter in Betracht und vermitteln fundiertes Wissen rund um die Arbeit mit Datenbanken im Bibliothekswesen.

Die Recherche und Verwaltung von Fachliteratur sind essenziell für das wissenschaftliche Arbeiten, weshalb man sich nicht nur auf eine autodidaktische Herangehensweise verlassen sollte. Es lohnt sich also, an einer Schulung teilzunehmen, die einen roten Faden und fachliche Betreuung bietet.

Häufige Fragen

  • Was ist ein OPAC?

    Der Online-Katalog einer Bibliothek (Online Public Access Catalogue). Er zeigt, welche Medien vorhanden sind, ob sie ausgeliehen sind und wo sie stehen.

  • Kann ich Bibliotheksdatenbanken von zu Hause nutzen?

    Kataloge sind frei zugänglich. Lizenzierte Datenbanken öffnen viele Bibliotheken nach der Anmeldung mit Ausweisnummer auch von zu Hause - das hängt von der Lizenz ab.

  • Was ist DBIS?

    Das Datenbank-Infosystem der Universität Regensburg. Es verzeichnet Fachdatenbanken und zeigt per Ampel, ob eine Datenbank frei oder über Ihre Bibliothek zugänglich ist.

Redaktionell geprüft von der Bibliothek.info-Redaktion · Stand: 09.10.2026