Das Wichtigste in Kürze
- Viele größere Stadtbibliotheken haben eine Musikabteilung mit Noten zum Ausleihen - Klavier, Chor, Band, Orchester.
- Noten suchen Sie im Online-Katalog - am besten mit Komponist, Werk und Besetzung.
- Gemeinfreie Noten gibt es kostenlos bei der IMSLP: über 885.000 Partituren von mehr als 262.000 Werken.
- Gemeinfrei ist ein Werk 70 Jahre nach dem Tod des Komponisten - Neuausgaben und Bearbeitungen können aber geschützt sein.
- Was nicht vor Ort ist, kommt oft per Fernleihe.
Musiknoten ausleihen – Das macht eine Notenbibliothek aus
In einer Notenbibliothek kann man in erster Linie Musiknoten ausleihen. Wie in vielen anderen Bibliotheken auch ist jedoch mitunter nicht der gesamte Bestand ausleihbar. Betreffende Noten können aber vor Ort kopiert werden, so dass Musiker/innen dennoch freien Zugriff darauf haben und daheim die betreffenden Werke einstudieren können. Oftmals umfasst das Sortiment einer Notenbibliothek aber nicht nur Noten, sondern auch diverse Tonträger. Dementsprechend kann man hier Medien ausleihen, mit deren Hilfe man sich verschiedenen Stücken nähern kann, um ein besseres Verständnis zu entwickeln und das Ganze dann nachspielen zu können. Zugleich ergibt sich daraus ein nicht zu verachtender Musikgenuss, der all diejenigen begeistert, die Musik in all ihren Facetten lieben.
In vielen Notenbibliotheken stehen nicht nur Noten und Tonträger aus den unterschiedlichsten Epochen und Genre zur Verfügung, sondern auch Übungsräume. Musikstudierende und Musikschüler/innen, die zuhause keine Möglichkeit zum Üben haben, können somit spezielle Räume innerhalb der Bibliothek reservieren und haben somit einen Übungsraum, in dem sie ihrer Leidenschaft für das Musizieren nachgehen können. Wenn es darum geht, ein Instrument zu lernen, sich dem Gesang zu nähern oder Musik zu studieren, ist eine Notenbibliothek folglich eine Institution von zentraler Bedeutung.
Welche Alternativen gibt es zur Notenbibliothek?
Noten auszuleihen, erscheint Musiker/innen und Musikschüler/innen sehr naheliegend, schließlich können sie sich so mit immer neuen Stücken auseinandersetzen, ohne die teils teuren Notenbücher beziehungsweise einzelne Notenblätter kaufen zu müssen. Alternativ kann man sich auch an Musiker-Kollegen wenden oder bei den Dozenten nach Kopien relevanter Stücke fragen. Es ist also nicht zwingend erforderlich, eine Notenbibliothek zu konsultieren. Außerdem gibt es online zahlreiche Ressourcen, die Noten in digitaler Form zur Verfügung stellen. Bei Stücken, die man häufig und intensiv übt, kann sich der Notenkauf dahingegen lohnen und sollte folglich in Betracht gezogen werden.
Vor allem angesichts der Tatsache, dass Notenbibliotheken rar gesät sind, ist es gegebenenfalls ratsam, nach geeigneten Alternativen Ausschau zu halten. Ansonsten kann es sich auch lohnen, weitere Wege in Kauf zu nehmen oder die Möglichkeiten der Onleihe auszuloten.
| Quelle | Kosten | Gut für |
|---|---|---|
| Musikabteilung der Stadtbibliothek | im Bibliotheksausweis | Unterricht, Chor, Hobby - auch aktuelle Ausgaben |
| Musikhochschul- und Universitätsbibliotheken | oft Gastausweis | Studienausgaben, Partituren, Spezialbestände |
| IMSLP (Petrucci Music Library) | kostenlos | gemeinfreie Werke, Klassik, viele Erstausgaben |
| Musikalienhandel | Kaufpreis | Noten, die Sie behalten und bearbeiten wollen |
Wo findet man spezielle Notenbibliotheken?
Unabhängig davon, ob man sich auch für Alternativen interessiert oder nicht, lohnt es sich für Musiker/innen, Musikschüler/innen und Studierende der Musik gleichermaßen, nach Notenbibliotheken Ausschau zu halten. Dort kann man Noten ausleihen und sichert sich so einen Zugang zu unterschiedlichsten Werken, die man sich dann gesanglich oder instrumental erschließen kann. In klassischen Stadtbüchereien sind Notenblätter allerdings kaum vorhanden und bilden keinen Teil des üblichen Bestandes. Stattdessen gibt es vor allem an Musikhochschulen eigenständige Notenbibliotheken, die von den Lehrerenden und Studierenden gleichermaßen genutzt werden können. Zudem kommt es möglicherweise vor, dass die eine oder andere Musikschule über eine kleine eigene Notenbibliothek verfügt. Grundsätzlich kann man überall dort fündig werden, wo Musik im Fokus steht und vermittelt wird. Musikhochschulen und Musikschulen sind daher die ersten Anlaufstellen und die typischen Träger von Notenbibliotheken.
Checkliste: Noten im Katalog finden
Häufige Fragen
- Kann man in der Bücherei Noten ausleihen?
In vielen größeren Stadtbibliotheken ja, meist in einer eigenen Musikabteilung. Kleinere Büchereien besorgen Noten über die Fernleihe.
- Wo gibt es kostenlose Noten?
Gemeinfreie Noten bietet die IMSLP (Petrucci Music Library) kostenlos an - laut eigener Angabe über 885.000 Partituren. Gemeinfrei ist ein Werk 70 Jahre nach dem Tod des Komponisten, Neuausgaben können aber eigene Rechte haben.
- Darf ich Noten aus der Bibliothek kopieren?
Kaum: Noten dürfen nach § 53 Abs. 4 Urheberrechtsgesetz grundsätzlich nur mit Einwilligung des Rechteinhabers vervielfältigt werden - Abschreiben von Hand ist erlaubt, ebenso Ausnahmen etwa für seit mindestens zwei Jahren vergriffene Werke. Gemeinfreie Werke dürfen Sie kopieren, neue Ausgaben können aber geschützt sein.
Quellen
Redaktionell geprüft von der Bibliothek.info-Redaktion · Stand: 09.10.2026





