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Ratgeber

Lesen als Hobby

Unter einem Hobby versteht man eine Freizeitbeschäftigung, der man gerne und zum eigenen Vergnügen regelmäßig nachgeht. Zu den beliebtesten Hobbys gehört das Lesen, das vielen Menschen die Gelegenheit bietet, dem stressigen Alltag zu entfliehen und sich zu entspannen. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die dem Lesen nichts abgewinnen können und dieses als Zwang empfinden.

Geprüft am 09.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ja, Lesen ist ein Hobby - eines der beliebtesten überhaupt, und eines der günstigsten, wenn Sie die Bücherei nutzen.
  • Mehr lesen klappt am besten mit festen kleinen Zeitfenstern statt großer Vorsätze - etwa 15 Minuten vor dem Schlafen.
  • Ein Buch packt Sie nicht? Weglegen ist erlaubt. Das nächste passt vielleicht besser.
  • Hörbücher und E-Books zählen auch - und passen in Pendelzeit, Sport oder Hausarbeit.
  • Im Lebenslauf wirkt „Lesen“ nur mit konkretem Bezug - etwa Genre, Lesekreis oder Bezug zur Stelle.

Insbesondere die Tatsache, dass man die Schullektüre als Schüler/in lesen muss, sorgt für eine ablehnende Haltung, die zuweilen ein Leben lang beibehalten wird. Dies ist überaus bedauerlich, denn wer sich darauf einlässt und die lästige Pflichtlektüre aus der Schule außer Acht lässt, kann in Büchern faszinierende Welten entdecken und sich vollkommen in den Geschichten verlieren.

Die Faszination des Lesens ist uns von bibliothek.info in keiner Weise fremd. Als Portal rund um Büchereien widmen wir uns ohnehin dem Lesen und möchten im Folgenden näher darauf eingehen, inwiefern das Lesen als erfüllendes Hobby ausgeübt werden kann.

Darum ist das Lesen als Hobby so beliebt

Der relativ einfache Zugang zu Literatur durch den Buchhandel sowie die Bibliotheken sorgt dafür, dass das Lesen als Hobby eine weite Verbreitung aufweist. Insbesondere auch die Tatsache, dass Kinder schon früh an Bücher herangeführt werden und eine vielseitige Leseförderung erfahren, soll schon in jungen Jahren Begeisterung wecken. Dass man durch die Angabe des Lesens als Hobby intelligenter wirkt, ist teilweise auch der Fall.

Man kann natürlich niemanden das Lesen aufzwingen, aber wer dem Ganzen offen begegnet, kann eine besondere Beziehung zu Büchern aufbauen und sich für Geschichten, die zwischen zwei Buchdeckeln verborgen sind, regelrecht begeistern.

Grundsätzlich ist die Auswahl eines Hobbys eine sehr persönliche Angelegenheit, doch in Zusammenhang mit dem Lesen sind vor allem die folgenden Motive maßgebend:

  • Lesen trägt zur Stressreduktion bei
  • Lesen sorgt für eine Erweiterung des Wortschatzes
  • Lesen fördert die geistige Fitness
  • Lesen fördert die Schreibkompetenz
  • Lesen vermittelt Kenntnisse und Kompetenzen
  • Lesen trägt zur sozialen Kompetenz bei
  • Lesen fördert die Konzentrationsfähigkeit
  • Lesen entführt Leser in fremde Welten
  • Lesen ist ein flexibles Hobby ohne allzu großen Aufwand

Es kommt auch gar nicht so selten vor, dass Kinder voller Begeisterung ins erste Schuljahr starten und es gar nicht abwarten können, lesen zu lernen. Im Laufe der Schulzeit erwerben sie diese Grundfertigkeit, empfinden das Ganze manchmal aber mehr oder weniger als Zwang. Der Spaß geht dadurch verloren, dass es im schulischen Umfeld keine Freiwilligkeit gibt.

Dies erklärt, warum Bücher für viele Jugendliche ein rotes Tuch sind, obwohl sie als Kinder das abendliche Vorlesen als Einschlafritual liebten und es nicht abwarten konnten, lesen zu lernen. Nicht selten kehrt das Interesse an Büchern aber zurück, so dass Erwachsene dieses Hobby für sich entdecken.

In vier Schritten zur Lesegewohnheit

Schritt 1: Kleines Ziel setzen

Nicht „ein Buch pro Woche“, sondern „jeden Abend 15 Minuten“. Kleine Ziele hält man durch.

Schritt 2: Festen Platz finden

Immer zur gleichen Zeit, am gleichen Ort: Bett, Sessel, Bahn. Das Buch liegt schon bereit.

Schritt 3: Ablenkung weg

Handy in einen anderen Raum oder in den Flugmodus. Wer am E-Reader liest, schaltet Benachrichtigungen ab.

Schritt 4: Dranbleiben

Leseliste oder App führen, Lesekreis besuchen, mit Freunden über Bücher reden - das motiviert.

Checkliste: So finden Sie das passende Buch

Was hat es mit der Bibliophilie auf sich?

Nicht nur das Lesen, sondern auch das Sammeln von Büchern erweist sich immer wieder als erfüllendes Hobby. Dann ist von der Bibliophilie die Rede, die im Deutschen als Liebe zum Buch übersetzt werden kann und sich dem Sammeln von Büchern widmet. Wer der Bibliophilie verfallen ist, legt sich typischerweise auf bestimmte Kriterien fest und baut eine dementsprechende Privatbibliothek auf.

Da man aus der örtlichen Bücherei Bücher nur ausleihen kann, ist diese für Büchersammler oftmals kein Thema. Sie bewegen sich stattdessen auf Flohmärkten und in Antiquariaten, um den einen oder anderen Schatz zu entdecken. Die öffentlichen Bibliotheken verkaufen zeitweise aber auch alte Bestände, die vielleicht für die eine oder andere Privatsammlung interessant sein können.

Welche Vorteile bieten Büchereien leidenschaftlichen Lesern?

Leidenschaftlichen Lesern kommt es oftmals nicht so sehr auf den Besitz von Büchern an, da sie sich vor allem für die Geschichten interessieren, die die Autoren zu Papier gebracht haben. Als Vielleser kann man einen beachtlichen Buchverbrauch haben, wodurch das Lesen ein recht kostspieliges Hobby sein kann. In Anbetracht der Tatsache, dass das Buch nach einmaligem Lesen im Regal verstaubt, erscheint es ohnehin sehr schade, jedes Buch kaufen zu müssen.

Deutlich vorteilhafter ist hier eine aktive Nutzung der Stadtbücherei. Gegen kleines Entgelt kann man dort ohne weitere Mehrkosten unbegrenzt Bücher ausleihen und immer wieder neue Bücherwelten entdecken. Zudem ist das Konzept sehr nachhaltig, denn nach der Rückgabe steht das Buch wieder zur Verfügung und kann von einem anderen Nutzer ausgeliehen werden.

Welches Genre passt zu mir?

Krimi & Thriller

für alle, die Spannung und Rätsel mögen - gut für den Wiedereinstieg, weil sie schnell packen.

Fantasy & Science-Fiction

für Fans großer Welten und Serien - oft als Reihe, die lange trägt.

Liebesromane

für Wohlfühl-Lektüre mit Gefühl - von leicht bis anspruchsvoll.

Biografien

für alle, die echte Lebensgeschichten interessieren - von Sportlern bis Politikerinnen.

Sachbücher

für Neugierige: Geschichte, Natur, Psychologie - Kapitel für Kapitel lesbar.

Graphic Novels

für Einsteiger und Augenmenschen: Geschichten in Bildern, oft preisgekrönt.

Tipp: Viele Büchereien haben Lesekreise, Lesungen und Buchclubs - auch für Jugendliche. Dort finden Sie Gleichgesinnte und Tipps abseits der Bestsellerlisten. Die Bücherei in Ihrer Nähe finden Sie über die Ortssuche.

Lesen als Hobby im Lebenslauf

„Lesen“ steht in sehr vielen Lebensläufen und sagt deshalb allein wenig. Aussagekräftig wird es, wenn Sie es konkret machen - und am besten einen Bezug zur Stelle herstellen.

Formulierungsbeispiele für den Lebenslauf
Statt …besser …
LesenHistorische Romane und Sachbücher zur Zeitgeschichte
LesenMitglied im Lesekreis der Stadtbücherei (seit 2022)
Lesen, BücherFachliteratur zu Marketing und Psychologie (Bezug zur Stelle)
LesenEnglischsprachige Literatur im Original

Rechnen Sie damit, im Vorstellungsgespräch nach Ihrem letzten Buch gefragt zu werden - eine gute Gelegenheit, ein paar Sätze über sich selbst zu erzählen.

Häufige Fragen

  • Ist Lesen ein Hobby?

    Ja. Ein Hobby ist eine Freizeitbeschäftigung, der man gern und regelmäßig nachgeht - das trifft auf das Lesen genauso zu wie auf Sport oder Musik. Lesen gehört zu den beliebtesten Hobbys überhaupt.

  • Wie schaffe ich es, mehr zu lesen?

    Mit festen, kleinen Zeitfenstern - etwa 15 Minuten am Abend -, einem festen Leseplatz und dem Handy außer Reichweite. Bücher, die Sie nicht packen, dürfen Sie abbrechen. Hörbücher helfen, Wegzeiten zu nutzen.

  • Zählen Hörbücher als Lesen?

    Für das Hobby: ja. Sie erleben dieselbe Geschichte, nur über die Ohren. Viele Menschen kombinieren beides - das Hörbuch auf dem Arbeitsweg, das Buch am Abend.

  • Ist Lesen ein teures Hobby?

    Nicht, wenn Sie die Bücherei nutzen: Für eine Jahresgebühr, die oft unter dem Preis eines Hardcovers liegt, leihen Sie unbegrenzt aus - dazu E-Books und Hörbücher über die Onleihe.

  • Sollte ich „Lesen“ im Lebenslauf angeben?

    Ja, aber konkret: Nennen Sie Genre, Lesekreis oder Fachliteratur mit Bezug zur Stelle. Nur „Lesen“ wirkt austauschbar.

Redaktionell geprüft von der Bibliothek.info-Redaktion · Stand: 09.10.2026