Bibliothek.info



Sie lieben Bücher und können gar nicht genug vom Lesen bekommen? Dann sind Ihre heimischen Bücherregale mit Sicherheit prall gefüllt. Dass man die meisten Bücher nur einmal liest, ist zudem sehr bedauerlich.

Als Bibliothekskunde hat man ganz andere Möglichkeiten, schließlich kann man sich einfach immer wieder neue Bücher ausleihen, ohne diese kaufen und dauerhaft in den eigenen vier Wänden verstauen zu müssen.

Stattdessen setzt man auf die Ausleihe und kann das Buch lesen, um es dann zurückzugeben und der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Dass das Konzept von Bibliotheken bereits seit Jahrhunderten Bestand hat, ist nicht verwunderlich. Bis heute sind Büchereien wichtige öffentliche Einrichtungen, die Bildung für alle zugänglich machen und zugleich Begegnungsstätten sind.

Bund, Länder, Städte, Hochschulen, Firmen, Archive und viele weitere Institutionen betreiben eigene Bibliotheken, in denen sie geballtes Wissen sammeln. Zugleich steht der Unterhaltungswert der verfügbaren Literatur außer Frage und zieht viele Menschen in die Bücherei.

Bibliothek.info ist zwar kein offizielles Informationsportal, aber ein zuverlässiger und unabhängiger Ratgeber rund um die Bibliothek. Wer Interesse an Büchereien hat, wird hier fündig.


Die Geschichte der Bibliothek

Wer glaubt, Bibliotheken seien eine Erfindung der jüngeren Vergangenheit und vor allem Ausdruck der modernen Informationsgesellschaft, täuscht sich gewaltig. Die weitreichende Bibliotheksgeschichte zeigt, dass Bibliotheken eine lange Tradition haben.

Bereits im Altertum gab es Einrichtungen, die als immense Büchersammlungen daherkommen und somit durchaus als Bibliotheken zu bezeichnen sind.

Im alten Ägypten wurden so Papyrusrollen aufbewahrt. In der Antike waren Bibliotheken ebenfalls von zentraler Bedeutung, wofür unter anderem die Bibliothek von Pergamon und die alexandrinischen Bibliotheken Belege sind.

In Rom gewann das Bibliothekswesen auch allmählich an Bedeutung, so dass eine hauseigene Privatbibliothek zu einem Statussymbol avancierte. Gleichzeitig entstanden auch öffentliche Bibliotheken, die von den Bürgern sehr geschätzt wurden.


Im Zuge des Mittelalters verlagerte sich das Bibliothekswesen vorrangig hinter Klostermauern. Die Mönche machten es sich vielfach zur Aufgabe, das Wissen aus der Antike zu retten und fertigten in mühsamer Handarbeit handschriftliche Kopien an.

Mit der Entwicklung des Buchdrucks erlebte die Bibliotheksgeschichte eine schicksalhafte Wendung, woran auch die Reformation wesentlichen Anteil hatte. Einerseits konnten Bücher nun deutlich leichter vervielfältigt werden und andererseits gingen viele Klosterbibliotheken in den Besitz von Städten, Kirchen, Bildungseinrichtungen oder Landesherren über.

Im 19. Jahrhundert eröffnete dann die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland, die sich an alle Menschen richtete. Im Laufe der Zeit entstanden immer mehr öffentliche Bibliotheken, was unter anderem zur Gründung des Vereins deutscher Bibliothekare im Jahr 1900 führte.

Ein weiterer Meilenstein war die Gründung der Deutschen Bücherei in Leipzig 1912, aus der später die Deutsche Nationalbibliothek hervorging.


Das 20. Jahrhundert sorgt auch im altehrwürdigen Bibliothekswesen für einige Umbrüche.

Durch die Nationalsozialisten wurde eine massive Zensur vorgenommen, die sich nachhaltig auf die Bestände der Büchereien auswirkte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blühten die Büchereien förmlich auf und entwickelten sich zu kulturellen Begegnungsstätten mit öffentlichem Bildungsauftrag.

In den vergangenen Jahren gewinnt das Internet mehr und mehr an Bedeutung und bietet einen freien Zugang zu Informationen. Die digitalen Medien machen den Büchereien aber nicht nur Konkurrenz, sondern erhalten dort zunehmend Einzug.

Die bisherige Historie zeigt also mehr als deutlich, dass Bibliotheken einen stetigen Wandel erleben und niemals aus der Mode kommen.

Die verschiedenen Bibliotheksarten

Dass Bibliothek nicht gleich Bibliothek ist, sollte man wissen, wenn man sich näher mit diesem Thema befasst. Es bedarf einer genauen Differenzierung.

Nachfolgend findet sich eine kleine Übersicht über die typischen Bibliotheksarten.

  • Öffentliche Bibliotheken
  • Zentralbibliotheken
  • Hochschulbibliotheken
  • Landesbibliotheken
  • Fachbibliotheken
  • Deutsche Nationalbibliothek
  • Online-Bibliotheken

Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind hier der Zugang, der Träger sowie die inhaltliche Ausrichtung der Bibliothek.

Das Bibliothekswesen als eigenständige Disziplin

Außenstehenden erschließt sich oftmals nicht, dass das Bibliothekswesen eine Wissenschaft für sich ist. Büchereien werden als Einrichtungen wahrgenommen, die Bücher und andere Medien an einem Ort sammeln.

Das Bibliothekswesen ist aber weitaus mehr und kann sogar studiert werden.

Hier stehen beispielsweise die folgenden Studiengänge zur Auswahl:

  • Bibliothekswissenschaft
  • Informationswissenschaft
  • Informationsmanagement
  • Medienwissenschaft
  • Digitale Medien
  • Archivwissenschaft
  • Wissensmanagement

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, eine Ausbildung zum/zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek zu absolvieren.

Verschiedene Bildungswege sorgen somit für die Fachkompetenz, die das Bibliothekswesen erfordert. Man kann das Ganze also hochprofessionell betreiben und sollte dabei stets um die folgenden Aufgaben des Bibliothekswesens wissen:

  • Bereitstellung von Informationen mithilfe von Medien
  • Literaturbeschaffung
  • Förderung des sozialen Zusammenhalts
  • Förderung des kulturellen Lebens
  • Unterstützung örtlicher Bildungseinrichtungen
  • Verbesserung der Bildungschancen

Das Angebot der Bibliotheken – Mehr als Bücher ausleihen

Moderne Bibliotheken verfügen ohne Frage über umfassende Bücherbestände und stellen ihren Nutzern vor allem Bücher zur Verfügung, die ausgeliehen und/oder vor Ort gelesen werden können.

Das Spektrum kann von Fachliteratur über Unterhaltungsliteratur bis hin zu Kinderbüchern reichen. Neben Büchern stellen Büchereien heute auch viele weitere Medien zur Verfügung.

Dabei kann es sich um Filme, Musik, Spiele und digitale Inhalte handeln. Darüber hinaus gibt es teilweise auch ein großes Sortiment an aktuellen Zeitungen und Zeitschriften.

Die Bibliotheken werden somit unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht und sorgen zugleich stets für einen Zugang zu Informationen unterschiedlichster Art.

Bibliotheken stellen nicht nur Medien unterschiedlichster Art zur Verfügung, die der Unterhaltung, Bildung oder Persönlichkeitsentwicklung dienen, sondern sind zugleich wichtige Kulturräume.

Nicht selten finden in den Räumlichkeiten der Büchereien kulturelle Veranstaltungen statt, die die Besucher dazu einladen, ihren Horizont zu erweitern. Die Bibliotheken haben somit einen Bildungsauftrag, den sie auf verschiedene Art und Weise erfüllen.

7 Tipps für die Bibliotheksnutzung

Bibliotheken sind zentrale Einrichtungen des öffentlichen Gemeinwesens und stehen der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Die Anmeldung ist denkbar einfach und keine wirkliche Hürde, so dass der Zugang zu den unzähligen Medien gegeben ist. Wer die Bücherei nutzen möchte, sollte allerdings die verschiedenen Möglichkeiten kennen und um das richtige Verhalten in der Bücherei wissen. Die folgenden Tipps sollen dazu beitragen und positive Bibliothekserlebnisse fördern.

  1. Nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Nutzer/innen!
    In Büchereien ist stets Ruhe gefordert. Die Nutzer/innen können schließlich auch vor Ort lesen und mit den Medien arbeiten. Es ist daher wichtig, Rücksicht zu nehmen, um die konzentrierte Atmosphäre nicht zu stören.

  2. Bewahren Sie Ihren Bibliotheksausweis sicher auf!
    Wer einen Bibliotheksausweis besitzt, sollte sorgsam mit diesem umgehen. Verliert man ihn, kann man nicht nur nichts mehr ausleihen, sondern läuft Gefahr, dass ein Fremder auf den eigenen Namen Medien ausleiht und nicht mehr zurückgibt. Daher sollte man den Büchereiausweis sicher aufbewahren und im Falle eines Verlustes umgehend sperren lassen.

  3. Beachten Sie die Ausleihfristen!
    Bibliotheks-Nutzer/innen können Bücher und andere Medien ausleihen und mit nach Hause nehmen. Dabei gilt allerdings eine Ausleihfrist, die unbedingt einzuhalten ist. Es empfiehlt sich daher, sich die Termine umgehend in den Kalender einzutragen, um keine Fristüberschreitung zu riskieren. Diese kann teuer werden, denn die Büchereien erheben teils hohe Verspätungsgebühren. Vor allem bei mehreren Büchern kann dies schnell teuer werden. Häufig kann man die Frist aber auch vorab verlängern und die Medien so noch etwas länger behalten.

  4. Lassen Sie sich für einzelne Titel vormerken!
    Der Bestand der Bibliotheken ist riesig, aber es kommt immer wieder vor, dass gesuchte Medien gerade ausgeliehen sind. Dann sollte man sich vormerken lassen, denn so wird das Buch nach der Rückgabe reserviert. Man kann es dann direkt abholen und läuft nicht Gefahr, dass es
    zwischenzeitlich erneut ausgeliehen wurde.

  5. Entdecken Sie das umfassende Angebot Ihrer Bücherei!
    Dass Büchereien vor allem für Bücher stehen, liegt in der Natur der Sache. Endlose Regale mit Tausenden Titeln dominieren jede Bibliothek. Nutzer/innen sollten allerdings einmal auf Entdeckungstour gehen. Dabei zeigt sich, dass die Büchereien mit der Zeit gehen und ein breit gefächertes Angebot bereithalten.

    Hier sind vor allem die folgenden Medien zu nennen:
    • Bücher
    • Brettspiele
    • CDs
    • Filme
    • Computerspiele
    • Zeitschriften und Magazine

    Außerdem sind die Büchereien wichtige Veranstaltungsorte. Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Kurse können hier stattfinden.

  6. Nutzen Sie die Onleihe!
    Digitale Bibliotheken sind heutzutage keine Seltenheit mehr und für immer mehr Büchereien eine Selbstverständlichkeit. Hier ist vor allem die Onleihe zu nennen. So kann man nicht nur über das Internet im Bibliothekskatalog recherchieren, sondern digitale Medien online ausleihen. Am PC oder über kompatible Endgeräte kann man diese dann nutzen.

  7. Profitieren Sie von E-Book-Flatrates!
    Neben den digitalen Angeboten der öffentlichen Bibliotheken gibt es mittlerweile auch einige private Anbieter, über die man digitale Bücher ausleihen kann. Amazon, Tolino, Skoobe und einige weitere Provider offerieren E-Book-Flatrates. So genießt man gegen Gebühr grenzenlose Lesefreude am E-Book-Reader.

Bibliothek.info – Der Online-Ratgeber rund um Büchereien


Die meisten Bibliotheken sind heutzutage auch online präsent und stellen über das Internet ihr Angebot vor. All diejenigen, die sich einen Überblick verschaffen und zunächst Allgemeines über Büchereien erfahren möchten, sind dahingegen hier auf Bibliothek.info an der richtigen Adresse.

Als unabhängiges Portal vertreten wir keine spezielle Bibliothek, sondern widmen uns dem Kulturgut der Bücherei und gehen diesem auf den Grund.

Die verschiedenen Nutzungsformen werden ebenso wie die historische Entwicklung des Bibliothekswesens und digitale Bestände beleuchtet. Hier erfahren interessierte Laien Wissenswertes rund um Bibliotheken.

Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
4.6/513 ratings