Das Wichtigste in Kürze
- Ein Lernplan beginnt mit einer Stoffsammlung: Was genau kommt dran, und wie viel ist es?
- Geplant wird rückwärts vom Prüfungstermin - mit festen Wiederholungsterminen und Puffertagen.
- Pro Tag realistische Ziele setzen und Lernblöcke mit Pausen einplanen.
- Die letzten Tage gehören dem Wiederholen und Üben, nicht neuem Stoff.
- Ein fester Lernort hilft - viele Büchereien haben dafür ruhige Plätze, manche bis spät abends.
In sechs Schritten zum Lernplan
Lernplan erstellen
Schritt 1: Stoff sammeln
Alle Themen auflisten, die drankommen - aus Skript, Lehrplan, Ankündigung der Lehrkraft.
Schritt 2: Aufwand schätzen
Für jedes Thema: Wie viele Lerneinheiten brauche ich? Schwieriges großzügig schätzen.
Schritt 3: Zeit zählen
Wie viele Tage bleiben? An welchen Tagen und wie lange kann ich lernen?
Schritt 4: Rückwärts verteilen
Vom Prüfungstag aus: letzte Tage für Wiederholung, davor die Themen, Puffer einbauen.
Danach folgen zwei weitere Schritte: Wiederholungen fest eintragen - jedes Thema nach etwa einem Tag, einer Woche und kurz vor der Prüfung - und den Plan jeden Abend kurz prüfen. Was nicht geschafft wurde, wandert in einen Puffertag.
Checkliste: ein guter Lernplan …
Vorlage: Beispielwoche
| Tag | Lernblock 1 | Lernblock 2 | Wiederholung |
|---|---|---|---|
| Montag | Thema A erarbeiten | Thema A Aufgaben | - |
| Dienstag | Thema B erarbeiten | Thema B Aufgaben | Thema A (1 Tag später) |
| Mittwoch | Thema C erarbeiten | Thema C Aufgaben | Thema B |
| Donnerstag | Thema D erarbeiten | Thema D Aufgaben | Thema C |
| Freitag | Puffer | Offene Aufgaben | Thema D |
| Samstag | Probeaufgaben A–D | - | Fehler nachlernen |
| Sonntag | frei | frei | - |
Wo lernen?
Ein fester Lernort hilft, schneller in den Arbeitsmodus zu kommen. Zu Hause lenkt oft vieles ab - Büchereien sind deshalb beliebte Lernorte. In unserem Verzeichnis haben 436 Bibliotheken mit hinterlegten Öffnungszeiten an Werktagen bis mindestens 20 Uhr geöffnet, die meisten davon Hochschulbibliotheken. Die Öffnungszeiten Ihrer Bücherei finden Sie über die Ortssuche.
Weiterlesen: Wie Sie die einzelnen Lernblöcke gestalten, zeigen die Ratgeber Pomodoro-Technik und Lernmethoden. Für die letzten Wochen vor dem Termin: Prüfungsvorbereitung.
Häufige Fragen
- Wie früh sollte man mit dem Lernen anfangen?
Das hängt vom Umfang ab. Für eine Klassenarbeit reichen oft ein bis zwei Wochen, für Abitur oder große Uni-Klausuren eher vier bis acht Wochen. Wer seinen Lernplan erstellt, sieht schnell, ob die Zeit reicht.
- Wie viele Stunden am Tag sollte man lernen?
Mehr als vier bis sechs Stunden konzentriertes Lernen schaffen die wenigsten. Wichtiger als die Stundenzahl ist, regelmäßig zu lernen und Pausen einzuhalten.
- Was mache ich, wenn ich hinter meinem Plan zurückliege?
Puffertage nutzen, Unwichtiges streichen und Schwerpunkte setzen. Den Plan anzupassen ist normal - wichtig ist, nicht ganz aufzuhören.
- Digital oder auf Papier?
Beides funktioniert. Ein Kalender oder eine Tabelle auf dem Rechner lässt sich leicht ändern, ein ausgedruckter Plan an der Wand ist dafür immer sichtbar.
Redaktionell geprüft von der Bibliothek.info-Redaktion · Stand: 09.10.2026

































