Das Wichtigste in Kürze
- Ein Lesetagebuch begleitet ein Buch von der ersten bis zur letzten Seite: Notizen, Zusammenfassungen, eigene Gedanken.
- Feste Bestandteile sind meist Deckblatt, Steckbrief zum Buch, Kapitelzusammenfassungen, Figuren und eine Bewertung.
- In der Schule gibt die Lehrkraft oft Pflichtteile vor - vorher die Vorgaben klären.
- Kreative Seiten (Brief an eine Figur, anderes Ende, Zeichnung) machen das Tagebuch persönlich.
- Erwachsene nutzen ein Lesetagebuch, um sich an Bücher zu erinnern - auch als App oder Notizbuch.
Was gehört in ein Lesetagebuch?
Es gibt keine einheitliche Norm. Bewährt hat sich eine Mischung aus festen Teilen, die das Verständnis zeigen, und freien Seiten, die zeigen, was das Buch mit Ihnen macht.
Checkliste: Bestandteile eines Lesetagebuchs
In der Schule zählen die Vorgaben der Lehrkraft - diese Liste ist ein Vorschlag.
So schreiben Sie ein Lesetagebuch Schritt für Schritt
In vier Schritten zum Lesetagebuch
Schritt 1: Vorbereiten
Heft oder Mappe anlegen, Deckblatt gestalten, Vorgaben notieren.
Schritt 2: Beim Lesen notieren
Nach jedem Kapitel sofort zusammenfassen - solange es frisch ist. Klebezettel im Buch helfen.
Schritt 3: Figuren und Fragen
Figurenseite laufend ergänzen, offene Fragen sammeln und später beantworten.
Schritt 4: Abschluss
Meinung schreiben, Bewertung vergeben, kreative Seite gestalten, Inhaltsverzeichnis anlegen.
Ideen für kreative Seiten
Brief an eine Figur
Was würden Sie der Hauptfigur raten, fragen oder vorwerfen?
Anderes Ende
Die Geschichte nach einer Schlüsselszene anders weitererzählen.
Interview
Fragen an eine Figur - und ihre Antworten aus deren Sicht.
Zeichnung oder Comic
Die wichtigste Szene als Bild oder in vier Comic-Feldern.
Landkarte
Die Schauplätze des Buches auf einer selbst gezeichneten Karte.
Buchempfehlung
Eine kurze Kritik für Mitschüler - würden Sie das Buch empfehlen?
Vorlage: So kann eine Kapitelseite aussehen
| Feld | Was hineingehört |
|---|---|
| Kapitel und Seiten | z. B. Kapitel 3, S. 31-45 |
| Was passiert? | 3-5 Sätze in eigenen Worten, im Präsens |
| Wichtige Figuren | Wer tritt auf, was tut sie oder er? |
| Neue Wörter | Unbekannte Begriffe mit Erklärung |
| Meine Gedanken | Was hat überrascht, gefallen, geärgert? |
| Frage an das Buch | Was möchte ich im nächsten Kapitel herausfinden? |
Tipp: Für ein Lesetagebuch braucht es das Buch über Wochen. In der Bücherei können Sie die Leihfrist meist online verlängern, solange niemand das Buch vorgemerkt hat - und Klassensätze gibt es oft auf Nachfrage.
Wer gern über Bücher schreibt, findet im Ratgeber Rezension schreiben den nächsten Schritt - und Anregungen für die Auswahl im Beitrag Lesen als Hobby.
Häufige Fragen
- Was ist ein Lesetagebuch?
Ein Heft oder eine Mappe, in der man ein Buch beim Lesen begleitet: Zusammenfassungen, Figuren, eigene Gedanken und kreative Aufgaben. In der Schule dient es dazu, das Textverständnis zu zeigen.
- Wie viele Seiten hat ein Lesetagebuch?
Das hängt vom Buch und den Vorgaben ab. Üblich ist mindestens eine Seite pro Kapitel plus Deckblatt, Steckbrief, Figurenseite und Bewertung. Die Lehrkraft gibt meist einen Umfang vor.
- In welcher Zeitform schreibt man ein Lesetagebuch?
Zusammenfassungen schreibt man im Präsens. Eigene Gedanken und Meinungen dürfen frei formuliert werden.
- Kann man ein Lesetagebuch digital führen?
Ja - als Dokument, in einer Notiz-App oder einer Lese-App. In der Schule ist oft ein handschriftliches Heft gefordert; vorher nachfragen.
Redaktionell geprüft von der Bibliothek.info-Redaktion · Stand: 09.10.2026

































