Bibliotheken früher und heute

Wer an eine Bibliothek denkt, hat zumeist ein altes Bild vor Augen und nicht ausschließlich positive Gedanken im Kopf. Dass man sich ruhig verhalten soll, liegt allerdings daran, dass die Bibliotheken seit jeher ein Ort des Lernens und der Konzentration sind. Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert, aber im Vergleich zu früher zeigt sich jedoch ein gravierender Wandel im Bibliothekswesen.

Heute sind die Büchereien auch Begegnungsstätten, die die Menschen zusammenbringen und unterschiedlichsten Veranstaltungen einen Raum bieten. Es lohnt sich also, die Bibliotheken im Wandel der Zeit zu betrachten und die Veränderungen zu erkennen.

Die geschichtliche Entwicklung der Bibliothek

Die Bibliotheksgeschichte ist eng mit der Geschichte der Menschheit verbunden. Bereits im alten Ägypten sowie im antiken Griechenland gab es Bibliotheken, in denen wertvolle Büchersammlungen und Papiere aufbewahrt wurden. In den folgenden Jahrhunderten entstanden zunächst vor allem Privatbibliotheken, die ihre Schätze hüteten und der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.

Im 19. Jahrhundert änderte sich dies allmählich und es entstanden zunehmend öffentliche Bibliotheken. Heute sind Büchereien mehr oder weniger Allgemeingut und stehen in der Regel allen Menschen zur Verfügung.

Bibliotheken im Wandel der Zeit

Bibliotheken haben ein mehr oder weniger angestaubtes Image und werden als Orte der Ruhe wahrgenommen, an denen das Buch im Fokus steht. Es ist nach wie vor so, dass Büchereien die Aufgabe haben, Medien zu verwahren und den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Im Laufe der Zeit haben sich die Bibliotheken allerdings gewandelt und präsentieren sich heute zeitgemäßer als gedacht.

Die Zeit ist auch am Bibliothekswesen nicht spurlos vorbeigegangen und hat für einige nachhaltige Veränderungen gesorgt. So findet man in Bibliotheken längst nicht mehr nur Bücher, sondern auch andere Medien aus den Bereichen Audio, Video und Multimedia.

Ein besonderes Merkmal heutiger Bibliotheken besteht darin, dass diese keine Orte fernab des alltäglichen Lebens sind, sondern sich in die facettenreiche Kulturlandschaft einfügen. Dies gelingt ihnen vor allem dadurch, dass sie sich den Menschen mehr zuwenden und zugleich mit diversen Veranstaltungsangeboten aufwarten können.

Dadurch werden die Büchereien mehr und mehr zu Zentren der Kreativität und des gesellschaftlichen Austauschs. Seminare, Kurse, Lesungen, Ausstellungen, Diskussionsrunden und vieles mehr finden in den Bibliotheken statt und richten sich an alle Menschen, die daran interessiert sind.

Dass die Büchereien ihrem Bildungsauftrag gerecht werden, steht außer Frage und wird nicht nur durch die Möglichkeit Bücher auszuleihen erreicht. Heute sind die Bibliotheken wichtige Treffpunkte für Menschen, die nach Gleichgesinnten suchen und sich gerne über verschiedene Themen austauschen möchten. Die Bücherei besteht also längst nicht mehr auf absolute Ruhe, sondern versteht sich vielmehr als Ort der Begegnung, der die Menschen zusammenbringt und ihnen zugleich Bildung und Kultur zugänglich macht.

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